Presse 2000
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Cellesche Zeitung, 15.11.2000
Deutsche Mitarbeiter wollen Vorurteile abbauen

Einzigartig auf dem Kontinent: Islamisches Institut in Celle Von Sebastian Stiekel

Das Podium der Bundespressekonferenz in Berlin ist zumeist Kanzler Schröder oder seinen Ministern reserviert. Vergangene Woche saßen dort hochoffiziell Celler. Mitarbeiter des "Deutsch-Islamischen Institutes für Wissenschaftliche und Kulturelle Zusammenarbeit" nämlich, das seit März in der Allerstadt residiert. Sie äußerten sich zu "deutscher Leitkultur".

Viermal pro Jahr werden Institutsvertreter in Zukunft in Berlin ihren Quartalsbericht von exklusivem Charakter vorstellen. Eine vergleichbare Institution gibt es in ganz Europa nicht.
"Wir sind neu und einzig und haben einen wissenschaftlichen, keinen politischen oder religiösen Auftrag", erklärte der stellvertretende Direktor Christian H. Hoffmann.

Konkret möchte das Institut mit der Rechtsform eines Vereins die Verständigung zwischen Deutschland und der islamischen Welt verbessern. "Über das Erarbeiten und Vermitteln von Wissen, den Abbau von Vorurteilen" wie Hoffmann sagt. [...]
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.00
Chronik

Das Deutsch-Islamische Institut, ansässig in Celle, nutzte diesen Tag, um seine Erkenntnisse zum Stand der Integration der Muslime in Deutschland zu präsentieren. Seine Mitarbeiter haben 556 Zeitungsartikel ausgewertet und schließen daraus nicht nur auf ein großes Interesse der Deutschen am Islam, sondern auch auf eine ausreichende Sachkenntnis. Den Begriff von der "Leitkultur" nannten sie kontraproduktiv, weil er eine "Forderung nach Unterordnung" enthalte.
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