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Presse 2001
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Hannoversche Allgemeine Zeitung, 08.10.2001 Institut in Celle will Vorurteile abbauen / Christen und Muslime arbeiten zusammen Von Simon Benne, Celle "Islam bedeutet Toleranz und Frieden" [...] Seit den Anschlägen in den USA steht das Telefon des Institutes nicht mehr still: "Volkshochschulen suchen Islam-Referenten, und Kirchengemeinden möchten Gäste zu Diskussionen einladen", [...] "Wir haben das gemeinsame Ziel, über den muslimischen Glauben aufzuklären" sagt er. "Und zwar ohne zu missionieren." Nach Heydeckes liberalem Islam-Verständnis wäre so etwas sogar gegen den Koran: "In der Religion soll es keinen Zwang geben", zitiert er aus dem heiligen Buch. Mit Fundamentalismus habe sein Institut nichts im sinn. "Die Taliban-Krieger können sich nicht auf den wahren Islam berufen", erklärt er strikt. Auch Kopftuchzwang oder die Benachteiligung der Frauen könne kein Extremist mit dem Koran begründen. "Dort werden die Menschen an fast 300 Stellen aufgefordert, ihren Verstand zu gebrauchen". [...] zurück nach oben Cellesche Zeitung, 28.09.2001 Erster Sponsor für Förderverein "Unternehmen Frau" gefunden Deutsch-Islamisches Institut hilft Frauen bei der Existenzgründung Um deutsche Existenzgründerinnen zu ermutigen, unterstützt das Deutsch-Islamische Institut den Förderverein Unternehmen Frau. [...] Seit 1998 hat [Unternehmen Frau], in Kooperation mit dem Arbeitsamt, 50 Frauen auf den Schritt in die Selbständigkeit vorbereitet. Ungefähr die Hälfte von ihnen hat dann wirklich ein eigenes Unternehmen gegründet. [...] Leider werden Unternehmerinnen viele Steine in den Weg gelegt, meint Sybille Eichner, Vorsitzende von Unternehmen Frau. Kreditinstitute hätten Vorbehalte gegenüber weiblichen Firmengründern.[...] Bei finanzieller Unterstützung will das Deutsch-Islamische Institut es nicht bewenden lassen - gemeinsame Projekte sind geplant. Die Rolle der Frau im Christentum und im Islam, ihre Stellung in der Gesellschaft, in Wirtschaft und Politik sind Thema der Veranstaltungsreihe, die im Januar anlaufen soll. [...] Viele Vorurteile beruhen auf Unwissenheit, meint Hans-Christian Heydecke, der mit diesem Projekt den Dialog zwischen Moslems und Christen anregen will. Frauen verschiedener Kulturkreise gehen eher aufeinander zu sagt Heydecke. Ziel sei es, Frauen beider Kulturen zusammenzubringen und zu einem gegenseitigen Verständnis zu kommen. zurück nach oben zurück zum Frauenprogramm Cellesche Zeitung 21.09,2001 Kundgebung gegen Terror und für Frieden "Krieg ist keine richtige Antwort auf den Terror" Bei einer von Schülervertretern Celler Gymnasien organisierten Kundgebung gegen den Terrorismus brachten die Redner ihre Anteilnahme für die Opfer, aber auch ihre Sorge vor einer militärischen Eskalation zum Ausdruck. [...] Sabine Heydecke vom Deutsch-Islamischen Institut stellte klar, daß die große Mehrheit der Muslime schockiert über die Attentate sei. Und: "Moral ist nicht teilbar. Terror muß überall bekämpft werden" zurück nach oben Cellesche Zeitung, 13.09.2001 CZ-Interview mit dem Deutsch-Islamischen Institut in Celle Nachgefragt bei Hans-Christian Heydecke [...] Handelt es sich [bei den Anschlägen vom 11. September] um eine neue Form des "Heiligen Krieges"? Heydecke: "Ich bin mir sicher, daß die Mehrheit der Araber diesen Anschlag verurteilt. Der Begriff ‚Heiliger Krieg' ist eine Erfindungen von Muslimen, die den Koran falsch verstanden haben. Er wird von gewissen Islamisten benutzt, um die Massen zu fanatisieren. Das ist ein Mißbrauch der Religion. Wie bei den Kreuzzügen, in denen man absurderweise im Namen von Christus Kriege geführt hat. Aber es gibt doch religiöse Führer und Persönlichkeiten, die den Koran im Sinne der Terroristen auslegen? Heydecke: "Das ist leider wahr. In meinen Augen haben diese Leute aber keine Autorität. Die oberste Instanz im Islam ist der Korn. Darin wird deutlich gesagt, daß es Krieg nur zur Verteidigung geben darf, Frieden soll schnell geschlossen werden. Ein solch barbarischer Akt ist zutiefst unislamisch." Fürchten Sie also keine Konfrontation zwischen Christen und Muslimen. Einen neuen weltweiten Glaubenskrieg? Heydecke: Meiner Ansicht nach handelt es sich hier um eine politische Auseinandersetzung, die zu vorschnell auf den Islam geschoben wird. Mit Religion hat das nichts zu tun. Zudem darf man nicht vergessen, daß viele Palästinenser Christen sind. Auch von diesen haben sich welche in Terrororganisationen zusammengeschlossen. Das wird in den Medien oft nicht beachtet. Was an der Oberfläche wie ein Religionskrieg aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als politischer Konflikt. Das ist in Nordirland genauso. [...] Ihr Institut setzt sich für ein besseres Verhältnis zwischen Deutschen und Muslimen ein. Wie soll es bei ihnen jetzt weitergehen? Heydecke: Wir waren alle entsetzt und verurteilen diesen Terroranschlag, das ist ein herber Rückschlag. Wir können nur unsere Aufklärungsarbeit intensivieren und versuchen, noch mehr Menschen guten Willens zusammenzubringen. Hans-Christian Heydecke ist Direktor des Deutsch-Islamischen Instituts in Celle. zurück nach oben Celler Markt, 19.07.2001 Peters und Hedrich besuchen das Deutsch-Islamische Institut Der heimische Bundestagsabgeordnete Klaus-Jürgen Hedrich besuchte gemeinsam mit der Stadtratsfraktionsvorsitzenden der CDU Frau Astrid Peters das Deutsch-Islamische Institut. Das Deutsch-Islamische Institut sieht sich als wissenschaftliches Institut mit dem Motto "Islam als intellektuelle Herausforderung". Hans-Christian Heydecke und Christian H. Hoffmann, die Direktoren des "Deutsch-Islamische Instituts für Wissenschaftliche und Kulturelle Zusammenarbeit", ist die Förderung der Verständigung zwischen Kulturen und Nationen ein wichtiges Anliegen. [...] Dr. Peters erinnert an den Vorfall im Herbst letzten Jahres, als ein junges moslemisches Mädchen von ihrem Bruder niedergestochen wurde. In Zusammenhang mit diesem Fall und angesichts der Nachrichten über das Auftreten der Fundamentalisten in aller Welt befürchtet sie, dass es ein langwieriger Prozess werden könnte, die Bürger von der Friedfertigkeit und Toleranz des Islam zu überzeugen und Verständnis zu wecken. Als besondere Schwierigkeit kommt in Celle hinzu, dass oft keine Differenzierung zwischen Yeziden und Moslems stattfindet. Ein weiterer Diskussionspunkt war der Bau von Moscheen in Deutschland. Verständlicherweise möchte auch die islamische Bevölkerung ihren religiösen Bedürfnissen in Sakral-Bauten Ausdruck verleihen. Heydecke weist darauf hin, dass sich der Baustil von Moscheen den örtlichen deutschen Gegebenheiten anpassen sollte. Eine Moschee müsse nicht notwendigerweise ein arabisches Minarett haben. [...] zurück nach oben TAZ, die tageszeitung, 25.01.2001 Ausführliche Islam-Berichte Berlin. Zwischen Oktober und Dezember 2000 sind insgesamt 1.770 Artikel in deutschen Zeitungen zum Thema "Islam in Deutschland" erschienen. Damit hat sich ihre Anzahl im Vergleich zum vorangegangenen Quartal mehr als verdreifacht. Dies teilte das Deutsch-Islamische Institut gestern in Berlin mit. Diese beinahe explosionsartige Vermehrung werde vor allem durch zwei Themen bestimmt. Zum einen habe es eine Vielzahl von Gerichtsverfahren gegeben, über die breit gestreut berichtet wurde, zum Beispiel die Auseinandersetzung darüber, ob eine Lehrerin in Niedersachsen ein Kopftuch tragen darf, oder die Verurteilung des "Kalifen von Köln" in Düsseldorf. Zum anderen habe sich insbesondere die Berichterstattung über den Fastenmonat Ramadan publizistisch zahlenmäßig ausgewirkt. Wie der stellvertretende Direktor des Instituts Christian Hoffmann betonte, sei die Berichterstattung über die in Deutschland lebenden Muslime im Großen und Ganzen ausgewogen und vorurteilsfrei. Nur hin und wieder gebe es noch Ausrutscher wie die Bezeichnung "Jünger Mohammeds" für Muslime, eine Bezeichnung, die dem Christentum entlehnt ist und mit dem Islam nichts zu hat. zurück nach oben
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