Presse 2003
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Cellesche Zeitung, 18.1.2003
Vortrag über Khalil Gibran im DII

In den Regalen [der Bibliothek des DII] lehnen sie eng aneinander, die Werke der großen Mystiker und Reformer, der Kultur stiftenden Weisen und ihrer Ideen. Haben sie auch etwas gemein [...]?
Für das im März 2000 in Celle gegründete Deutsch-Islamische Institut für Wissenschaftliche und Kulturelle Zusammenarbeit (DII) ohne Frage. Auf existierende Beziehungen aufmerksam zu machen, vorhandene Brücken zwischen den Kulturen und Nationen, zwischen Deutschland und der islamischen Welt nicht aus Unwissenheit einzureißen, sondern aufrecht zu erhalten und auszubauen, dies sind die Anliegen des Instituts.
Einen solchen Kulturaustausch zu fördern, nahmen die Verantwortlichen des Instituts das Lebenswerk eines nicht unbedeutenden Mannes, besser, seinen 120. Geburtstag zum Anlass und gestalteten einen interessanten Themenabend: Khalil Gibran - Poet, Philosoph, Maler und Visionär.
Als verbindendes Glied zwischen Orient und Okzident stand der gebürtige Libanese (1883-1931) [...] im Mittelpunkt von Vortrag und Lesung am Donnerstag. [...]
Da saß er nämlich da, auf einem Kissen im Schneidersitz, der Schauspieler Peter Heydecke alias Gibran, in einem weißen Gewand (Dishdasha), in seinen Händen ein Buch: das Vermächtnis des Mystikers. Und während er vorlas von dem Weisen, der nicht fordert, ins Haus seiner Weisheit einzutreten, sondern führt (...) an die Schwelle (des) eigenen Geistes, begannen die bunten Karos und Linien auf dem Teppich unter dem Kissen des Erzählers sich zu bewegen, zu tanzen, ineinander zu verschwimmen und die Lauschenden zu entführen in eine vergeistigte Welt. Nicht leicht war es da, sich der berauschenden Schönheit der Poesie, dem Nachhall der Worte zu entziehen.
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