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... DES DEUTSCH-ISLAMISCHEN INSTITUTES

Das Studium der Wissenschaft hat den Wert des Fastens, die Lehre der Wissenschaft den Wert eines Gebetes. (Muhammad)

Das Deutsch-Islamische Institut für Wissenschaftliche und Kulturelle Zusammenarbeit wurde im März 2000 von Christen und Muslimen mit dem Ziel gegründet, die Verständigung zwischen Kulturen und Nationen, insbesondere zwischen Deutschland und der islamischen Welt zu fördern, Vorurteile abzubauen in der Erkenntnis, dass Frieden in der Welt gegenseitiges Verstehen und Verständnis für einander voraussetzt. Dieses auf vielfältige Weise, insbesondere durch persönliche Begegnungen, zu vermitteln, ist ein wesentliches Anliegen des Institutes.

Das DII wurde in erster Linie gegründet, um den Menschen in Deutschland, dem Herzen Europas, den Islam in seiner vollen Schönheit, seiner Glaubenstiefe und Rationalität zu zeigen. Kein Volk steht dem Islam geistig so nahe wie das deutsche. Eine große Zahl deutscher Denker und Künstler waren in ihrem Fühlen und Denken Muslime. Kein Volk hat das islamische Erbe so genutzt und weiterentwickelt wie das deutsche, sei es in den Künsten, der Philosophie, den Wissenschaften. Dafür gibt es unzählige Beispiele.

Die Mehrzahl der Gründer des Deutsch-Islamischen Institutes sind deutsche Muslime. Aufgewachsen in der deutschen Kultur sind sie mit deutscher Mentalität und Denkweise vertraut und finden so am ehesten den Zugang zu ihren Landsleuten. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit ist es, den Islam zu verdeutschen, sprachlich, hermeneutisch, kulturell.

In Deutschland wie im ganzen Abendland sind dem Menschen die Einheit von Körper, Geist und Seele verloren gegangen. Er lebt in einem geistigen Vakuum. Viele Menschen glaubten an einen Gott, verlassen aber die Kirchen, die ihnen unglaubwürdig geworden sind. Wenige leben noch in einer echten Glaubensgemeinschaft. Geborgenheit in der Familie finden nur noch einzelne. Der Mensch ist einsam und ziellos geworden. Wir haben eine Botschaft. Wir sind aufgerufen, an die Zeit zu erinnern, als der westliche Mensch noch eine Ganzheit war und sich als in Gott geborgen wusste, alle Aspekte seines Seins umfassend.

Das Institut
  • führt den Dialog in Vorträgen und Seminaren, Symposien und ähnlichen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit deutschen und islamischen Universitäten, Hochschulen und Akademien. Es strebt den Austausch von Professoren, Studenten und Schülern an
  • arbeitet mit Berufsverbänden und Organisationen zusammen, die sich gleiche oder ähnliche Ziele gesetzt haben
  • verfügt über eine eigene Bibliothek, die für Interessierte kostenlos zugänglich ist,
  • veranstaltet Frauen- und Kulturabende
  • lässt schon Kinder durch Ferienpassaktionen den Orient kennen lernen
  • berät Schüler, Studenten und Journalisten bei Fragen rund um das Thema Islam
  • veröffentlicht eigene wissenschaftliche Arbeiten, aber auch die Übersetzung geeigneter Fachbücher und Veröffentlichungen Dritter
  • setzt sich aktiv ein für die Gründung einer deutsch-islamischen Stiftung und eines deutsch-islamischen Sozialwerkes.
Nur durch den interreligiösen Dialog können wir den Muslimen ein Stück weit bei ihrer Reformarbeit helfen: Die Verinnerlichung im Christentum könnte die Muslime dazu veranlassen, die starke Prägung des Islam als Gesetzesreligion zu überdenken und wieder zum Bemühen um eigene Meinungsbildung und freie Auslegung - Idschtihad - zurückzukehren. Wenn wir die Muslime ernster nehmen würden, könnten wir ihnen das Selbstvertrauen schenken, das es ihnen ermöglichte, ihren eigenen Weg zu finden und sich nicht mehr nur in Opposition zum Westen zu definieren. Andererseits kann die Begegnung mit dem Islam den Christen helfen, das wiederzufinden, was ihnen schmerzhaft fehlt: die Transzendenz in ihrem Weltbild.

Die Zusammenarbeit von Christen und Muslimen sollte ein positiv gemeinsames Bemühen sein, um menschliche Werte ins Bewusstsein zu heben und in die Tat umzusetzen. Roger Garaudy, der französische Philosoph und Muslim schreibt:

Die Einheit der Welt, nicht die imperiale Einheit einer scheinheiligen weltweiten Ausdehnung, sondern die symphonische Einheit aller Völker, aller Gesellschaften ist der einzige Tempel, der würdig wäre, der Gottes genannt zu werden. Unsere erste Pflicht als Gläubige ist es, seine Erbauer zu sein.

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